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Um die Entstehung dieses traditionellen
Osterkuchens ranken sich zahlreiche Legenden, von denen eine bereits
auf die Langobardenzeit zurückgeht.
Der gefürchtete Alboin hatte die Stadt Pavia nach einer langen
und auszehrenden Belagerung endlich zum Aufgeben gezwungen. Als Rache
für den hartnäckigen Widerstand sollte die Stadt dem Erdboden
gleichgemacht und ihre Bewohner einzeln aufgespiesst werden. Die Pavesen
suchten ihr Heil in der Kirche, und tatsächlich, wie durch ein
Wunder, stürzte Alboin vom Pferd, das sich wie wild gebärdete.
Da wurde er so wütend, dass er seinen furchtbaren Befehl bekräftigte
und darüber hinaus die zwölf schönsten Mädchen der
Stadt auf sein Schloss bringen liess. Das schönste Mädchen
der Stadt machte sich daraufhin auf und fütterte Alboins Pferd
mit einem Kuchen in Form einer Taube. Das Pferd bäumte sich einmal
auf, schüttelte sich und wurde ganz zahm. Dann trug es den beschämten
Alboin in die Stadt, der allen Einwohnern das Leben und die Freiheit
schenkte. Pavia machte er zur Hauptstadt des Langobardenreichs.
Seither steht der taubenförmige Kuchen für Frieden und wird
deshalb an Ostern gegessen.
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Zubereitung :
Hefewürfel in Wasser auflösen und 10 Min. stehen lassen. Mehl
in eine Schüssel sieben. In der Mitte eine Vertiefung machen. Aufgelöste
Hefe hineinschütten. Mit etwas Mehl zu einem dünnen Brei verrühren,
15 Min. stehen lassen.
Butter weich werden lassen. Eier mit einer Gabel verquirlen. Orangeat
mit Mehl (2) überpudern, damit es nicht auf den Boden des Backwerks
rutscht. Alle Zutaten miteinander vermischen, zuerst mit dem Backhorn
oder Kochlöffel, dann von Hand gut durchkneten. Evtl. die Arbeitsfläche
mit etwas Mehl bestäuben. Teig zu einer Kugel formen, diese in
die Teigschüssel zurückgeben und mit einem feuchten Tuch bedeckt
an einem warmen Ort 2 Stunden gehen lassen. Teig nochmals durchkneten.
Zu einer Kugel formen. 1/4 abtrennen, beiseite legen. Großes Teigstück
zu einem länglichen Leib (Körper der Taube) formen. Auf ein
gefettetes oder mit Backpapier bedecktes Kuchenblech legen. Aus dem
kleineren Teigstück zwei Kugeln drehen. Diese so an den Leib legen,
daß das Ganze mit etwas Fantasie als Vogel gelten kann. Mit einem
nassen Tuch bedeckt 1/2 Std. gehen lassen. Zwei Rosinen als Augen in
den Teig drücken. Die "Taube" mit einem Eigelb bestreichen.
Mit einer Gabel Zierstriche (Federn) anbringen. Bei 200Y C ca. 25 Min.
backen. Danach auf einem Gitter auskühlen lassen. Möglichst
frisch servieren.
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